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05. Oktober 2009 - Der Arbeitsmarkt im September 2009 in der Stadt Frankfurt am Main

Auch im September kann in der Stadt Frankfurt erneut Erfreuliches vom Arbeitsmarkt gemeldet werden. Kurz vor Beginn der kalten Jahreszeit ist die Arbeitslosenquote bei noch milden Wetterbedingungen auf 8,1 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenzahlen der Stadt Frankfurt sind nach August auch im September weiter rückläufig. Mit insgesamt 27.418 Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat August eine Minderung von 2,9 Prozent (- 827) eingetreten. Gegenüber dem Vorjahr hat sich zwar eine Steigerung entwickelt, aber die ist - auch vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation - mit einem Plus von 0,3 Prozent als sehr gering anzusehen.

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Arbeitslosenquote der Stadt Frankfurt am Main mit aktuell 27.418 Arbeitslosmeldungen bei 8,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es ebenfalls 8,1 Prozent und im Vormonat sogar 8,3 Prozent. Untergliedert in Personengruppen ist gegenüber dem Vormonat bei allen Gruppen ein Rückgang feststellbar. Den deutlichsten Rückgang an erwerbsfähigen Arbeitslosen zeigt die Gruppe der unter 25-Jährigen. Mit derzeit 2.641 jungen Menschen ist ein Minus von elf Prozent gegenüber dem Vormonat zu beobachten.

In der Stadt Frankfurt wird der Kundenbereich Arbeitslosengeld (ALG) I (Sozialgesetzbuch III) von der Agentur für Arbeit Frankfurt und der Kundenbereich ALG II (Sozialgesetzbuch II) von der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main Jobcenter GmbH (ARGE RMJ) betreut. Mit 73,5 Prozent ist der größte Teil der erwerbsfähigen Arbeitslosen bei der ARGE RMJ gemeldet. Daran, dass dies im vergangenen Jahr noch ein Anteil von 79 Prozent war, lässt sich erkennen, dass zurzeit viele Arbeitslosmeldungen von Personen eingehen, die ein Jahr und länger gearbeitet haben. Dadurch haben sie sich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erworben und werden nun von der Agentur für Arbeit betreut.

In der Stadt Frankfurt sind zurzeit 20.161 Arbeitslose nach dem SGB II gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Minus von 300 Personen. Im September 2008 waren es noch 21.627 Personen oder 216 weniger als im Vormonat.

Untergliedert in Personengruppen ist gegenüber dem Vorjahr und dem Vormonat auch im Bereich der Meldungen nach dem SGB II bei allen Gruppen ein Abbau feststellbar. Wobei der Rückgang bei den unter 25 Jährigen um 9,5 Prozent seit August am deutlichsten ist. Im Vorjahresvergleich zeigt sich ebenfalls in dieser Gruppe die deutlichste Abnahme von Arbeitslosigkeit. Seit September 2008 hat die Zahl der unter 25 Jährigen Erwerbslosen nach dem SGB II um über 13 Prozent abgenommen.

Heike Hengster, Geschäftsführerin der ARGE RMJ: „Wir sind froh darüber, dass viele der bei RMJ gemeldeten junge Erwachsene schneller wieder in Arbeit gekommen sind. Allerdings ist es nach wie vor schwierig, Menschen mit sogenannten Vermittlungshemmnissen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das gilt für alle Personengruppen und besonders auch für die Gruppe der über 55-Jährigen. Gerade Menschen, die nur gering qualifiziert sind, möglicherweise auch noch gesundheitliche Probleme haben und vielleicht schon lange arbeitslos sind, finden sehr schlecht einenneuen Job. Hier müssen wir ansetzen. Dazu ist es auch wichtig, dass jetzt nach der Wahl abschließend die Frage geklärt wird, wie es mit der Organisation der ARGEn
weiter geht? Denn nur, wenn die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier endlich Klarheit haben, ist ein noch nachhaltigeres Arbeiten möglich.“

Über 42 Prozent der Arbeitslosen aus dem Bereich des SGB II haben keinen deutschen Pass und auch Sprachprobleme können eine zusätzliche Hürde bei der Arbeitsuche sein, die bewältigt sein will. Der Anteil der unter 25-Jährigen im SGB II Bereich macht aktuell etwa neun Prozent des Gesamtbestandes an Arbeitslosen aus. Bei den über 55-Jährigen sind es fast zwölf Prozent. Unterteilt nach Geschlechtern ist der Anteil der Männer mit fast 56 Prozent größer als der an Frauen.

Ebenso im Bereich der Meldungen nach dem SGB III – von der Arbeitsagentur Frankfurt betreut – ist die Arbeitslosigkeit im September rückläufig. Gegenüber dem Vormonat sind 527 (6,8 Prozent) Arbeitslosmeldungen weniger zu verzeichnen. Allerdings konnten die guten Ergebnisse vom Vorjahr nicht erreicht werden. Ein Anstieg von über 27 Prozent gegenüber September 2008 macht die derzeitige schwierige Lage am Arbeitsmarkt mehr als deutlich.

Volker Erhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt: „Noch ist nicht klar, ob wir auf einen eher milden oder einen harter Winter zusteuern – und damit meine ich nicht nur die Witterung. Bislang stehen die Zeichen auf dem Arbeitsmarkt noch überraschend gut und ich hoffe, dass wir mit Kurzarbeit und Bildungsmaßnahmen so gut wie möglich gegensteuern können. Besonders erfreut bin ich darüber, dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit der Jugendlichen unter 25 Jahren bei gut 14 Prozent gegenüber dem Vormonat liegt. Das zeigt, dass wir mit unseren Bemühungen auf dem richtigen Weg sind. Auch den Ergebnissen des Ausbildungsmarktes – die Bilanz des Berichtsjahres 2008/2009 wird am 13. Oktober bekannt gegeben – sehe ich zuversichtlich entgegen. Wir haben mit Jobbörsen und intensivem Arbeitgeber- und Bewerberkontakt doch noch etliche Jungendliche versorgen können.“