_Home

18. September 2009 - Weltkindertag am 20. September…

…und in der Stadt Frankfurt am Main leben etwa 20.000 Kinder unter 15 Jahren in Bedarfsgemeinschaften* die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (das sogenannte Hartz IV) beziehen.

Davon ausgehend, dass insgesamt etwas über 86.000 Kinder unter 15 Jahren in Frankfurt leben, ist dies ein Anteil von mehr als 22 Prozent. Damit steht Frankfurt hessenweit nach Offenbach, Kassel und Wiesbaden an der vierten Stelle (Hessen 14,6 Prozent). Über 8.200 der unter 15 jährigen Kinder werden von nur einem Elternteil erzogen, wobei die Hälfte der Altersgruppe der 7-15-jährigen angehört.

Heike Hengster, Geschäftsführerin der Rhein-Main Jobcenter GmbH (RMJ): „Es kann nicht angehen, dass Kinder in Familien als einzige Einnahmequelle Sozialleistungen kennen. Eltern haben eine Vorbildfunktion und sollen ihren Kindern auch einen Arbeitsalltag vorleben können. Falls dies – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich ist, sind wir alle aufgefordert, zu helfen. Gerade bei den Alleinerziehenden müssen wir ansetzen und Vermittlungshemmnisse, die zum Beispiel durch fehlende Kinderbetreuung entstehen, beseitigen. Auch sind rfahrungsgemäß gerade diese Personengruppen schon länger nicht mehr im Berufsleben und müssen zunächst sorgfältig auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Die RMJ hat hier - seit dem Bestehen im Jahre 2005 - in Zusammenarbeit mit den verschiedensten Trägern bereits gute Erfolge erzielt. Die Vermittlungserfolge sind vielleicht durch die vielen zu lösenden Probleme nicht so spektakulär, aber jede Integration in den Arbeitsmarkt hilft nicht nur den betroffenen Arbeitslosen, sondern auch den Kindern“.

Eine Bedarfsgemeinschaft bezeichnet Personen, die im selben Haushalt leben und gemeinsam wirtschaften und hat mindestens einen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen.