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02. Juni 2009 - Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Mai 2009 in der Stadt Frankfurt am Main

Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt - der Wonnemonat Mai macht auch auf dem Arbeitsmarkt seinem Namen alle Ehre

Nach einem Anstieg im Vormonat sind die Arbeitslosenzahlen der Stadt Frankfurt im Mai wider Erwarten rückläufig. Mit einer Minderung von 760 Erwerbslosen (minus 2,6 Prozent) gegenüber dem Vormonat sieht die Bilanz für Mai recht gut aus, allerdings kann von einer Frühjahrsbelebung nicht die Rede sein.

Die Stadt Frankfurt am Main zählt im Mai 29.041 Arbeitslose. Dies entspricht einer Quote von 8,6 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Nach Personengruppen betrachtet, ist überall eine Verringerung gegenüber dem Vormonat eingetreten. Allerdings ist der Rückgang bei den unter 25- Jährigen mit 3,7 Prozent gegenüber dem April am deutlichsten ausgefallen. Hier konnten viele Bewerber wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden oder haben sich für andere Alternativen wie Wehr- oder Ersatzdienst oder ein Studium entschieden.

Volker Erhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt: „Der Rückgang der Arbeitslosen im Mai ist natürlich erfreulich. Da die wirtschaftliche Situation immer erst verspätet auf dem Arbeitsmarkt in Frankfurt sichtbar wird, wäre ich schon froh, wenn die weitere Zunahme der Arbeitslosen stagnieren würde. Natürlich werden wir auch weiterhin versuchen, mit Maßnahmen, wie zum Beispiel Kurzarbeit und Weiterbildung auch während der Kurzarbeit, gegenzusteuern, um die Erhöhung der Arbeitslosigkeit so gering wie möglich zu
halten. Ich appelliere aber zusätzlich an die Unternehmen, an ihren Fachkräften - so weit wie möglich - festzuhalten und ebenfalls Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, damit der Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch in der Zukunft gesichert ist. “

der Stadt Frankfurt wird der Kundenbereich Arbeitslosengeld (ALG) I (Sozialgesetzbuch III) von der Agentur für Arbeit Frankfurt und der Kundenbereich ALG II (Sozialgesetzbuch II) von der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main Jobcenter GmbH (ARGE RMJ) betreut. Mit über 74 Prozent ist der größte Teil der erwerbsfähigen Arbeitslosen bei der ARGE RMJ gemeldet. Dieser Anteil verschiebt sich aber kontinuierlich zugunsten der ARGE RMJ. Im Januar lag er noch bei gut
76 Prozent. Auch daran lässt sich erkennen, dass zur Zeit erhöhte Arbeitslosmeldungen bei den Kunden des SGB III-Bereiches vorliegt.

Zurzeit sind in der Stadt Frankfurt 21.606 Arbeitslose nach dem SGB II gemeldet. Das entspricht einem Minus gegenüber dem Vormonat von 575 Personen. Fast 42 Prozent hiervon sind Ausländer (9.045), aber auch hier ist eine Rückgang von 202 Personen gegenüber dem Vormonat zu beobachten. Die Zahl der über 55- jährigen liegt mit einem leichten Minus von 68 Personen gegenüber der des Vormonats bei 2.461. Ebenso ist die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren gesunken, und zwar um 3,5 Prozent auf 2.072.

Heike Hengster, Geschäftsführerin der ARGE RMJ: “Wir sind erfreut, auch in dieser momentan wirtschaftlich schwierigen Lage noch die Zahl der Arbeitslosen verringern zu können. Von den über 3.900 Abgängen an Arbeitslosen im Monat Mai konnten über ein Viertel in eine Erwerbstätigkeit einmünden - der Schwerpunkt liegt hier im Dienstleistungsbereich. Zudem ist dabei erwähnenswert, dass immerhin gut 830 besonders Förderungsbedürftige und 98 Alleinerziehende eine Tätigkeit aufnehmen konnten“.

Auf dem Ausbildungsmarkt ist ein Rückgang der gemeldeten Bewerber um Ausbildungsstellen zu beobachten: seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2008 haben sich im Stadtbezirk Frankfurt 1.817 Bewerber bei der Arbeitsagentur Frankfurt gemeldet. Dies sind mit einem Minus von 270 über acht Prozent weniger als im Vorjahr und teilen sich in 65,7 Prozent Deutsche und 34,3 Prozent Ausländer auf. Bei fast 70 Prozent wird eine Ausbildung in einem Dienstleistungsberuf angestrebt. Zur Zeit sind noch 1.101 in der Stadt Frankfurt gemeldeten Ausbildungsuchende unversorgt. Die meisten der unversorgten Bewerber haben eine allgemeinbildende Schule besucht (567). Gefolgt von 322 Bewerbern von berufsbildenden Schulen und 25 Ausbildungsuchenden von Hochschulen und Akademien. Bei gut 40 Prozent
handelt es sich um Bewerber aus diesem Schulabgangsjahr, der Rest ist aus den Vorjahren.