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27. April 2009 - Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im März 2009 in der Stadt Frankfurt am Main

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt ist im März nicht so hoch wie erwartet ausgefallen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 8,7 Prozent
Mit einem Bestand von 29.207 Arbeitslosen ist im März 2009 eine Steigerung von 0,7 Prozent (plus 213) gegenüber dem Vormonat eingetreten. Gegenüber dem Vorjahr liegt immer noch eine Minderung von 429 arbeitslosen Erwerbstätigen vor. Die Quote von 8,7 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im Vormonat bei 8,6 und im Vorjahr bei 8,8 Prozent.

Nach Personengruppen betrachtet, ist fast überall ein Anstieg gegenüber dem Vormonat zu beobachten – lediglich bei den Jugendlichen ist erfreulicherweise ein leichter Rückgang eingetreten. Viele Jugendliche, die sich nach dem Ausbildungsende im Januar arbeitslos melden mussten, konnten erfreulicherweise doch wieder in ein Beschäftigungsverhältnis einmünden.

In der Stadt Frankfurt wird der Kundenbereich Arbeitslosengeld (ALG) I (Sozialgesetzbuch III) von der Agentur für Arbeit Frankfurt und der Kundenbereich ALG II (Sozialgesetzbuch II) von der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main Jobcenter GmbH (ARGE RMJ) betreut. Mit über 75 Prozent ist der größte Teil der erwerbsfähigen Arbeitslosen bei der ARGE RMJ gemeldet. Im letzten Monat waren dies noch 76 Prozent, was eine leichte Verschiebung zum Kundenbereich ALG I erkennen lässt. Die momentan schwierige Wirtschaftslage erfasst zuerst diese Kundengruppe und wird, falls keine baldige Besserung eintritt und dadurch eine schnelle Vermittlung in Arbeit gehemmt wird, in absehbarer Zeit auch auf den Kundenbereich ALG II übergreifen.
Zurzeit sind in der Stadt Frankfurt 21.994 Arbeitslose nach dem SGB II gemeldet. Das entspricht sogar noch einem geringen Minus gegenüber dem Vormonat von 4 Personen. Über 41 Prozent hiervon sind Ausländer (9.029), allerdings ist dies auch die einzige Personengruppe, bei der sich ein Rückgang (minus 34) gegenüber dem Vormonat herauskristallisiert hat. Die Zahl der über 55-jährigen liegt mit einem leichten Plus von 7 Personen gegenüber der des Vormonats bei 2.425. Leider ist die Zahl der jüngeren Erwerbslosen unter 25 Jahren ebenfalls auf nunmehr 2.008 gestiegen.

Robert Standhaft, Geschäftsführer der ARGE RMJ: Der Anteil der Ausländer an den bei RMJ gemeldeten Arbeitslosen ist seit langer Zeit zum ersten Mal wieder gesunken. Das bestätigt unsere Bemühungen, hier ganz besonders anzusetzen. Ich hoffe, dass hier unsere verschiedenen Programm, wie etwa Deutschkurse und Hilfen für ausländische Jugendliche, endlich greifen“.

Zum ersten Mal seit Beginn des Ausbildungsjahres 2008/2009 werden im März wieder Zahlen des Ausbildungsmarktes veröffentlicht – die sogenannte Halbjahresbilanz: seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2008 haben sich im Stadtbezirk Frankfurt 1.354 Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei der Arbeitsagentur Frankfurt gemeldet. Dies sind über 20 Prozent weniger als im Vorjahr und teilt sich in 65 Prozent Deutsche und 33 Prozent Ausländer auf. Bei über 71 Prozent wird eine Ausbildung in einem Dienstleistungsberuf angestrebt. Zur Zeit sind noch 862 der in der Stadt Frankfurt gemeldeten Ausbildungsuchenden unversorgt. Die meisten der unversorgten Bewerber haben einen Hauptschul- (30,2 Prozent) oder Realschulabschluss (39,4 Prozent). Bei über 38 Prozent handelt es sich um Bewerber aus diesem Schulabgangsjahr, der Rest ist aus den Vorjahren.

Volker Erhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt: „Ich appelliere an alle Jugendlichen, sich rechtzeitig um eine Ausbildungsstelle zu bemühen. Schülerinnen und Schüler, die Fragen zur Berufswahl haben und sich beraten lassen möchten, können sich unter der speziell eingerichteten Rufnummer 069 2171 -2350 melden. In einem Beratungsgespräch werden auch eventuelle Alternativen zum derzeitigen Wunschberuf aufgezeigt, falls hier aus verschiedenen gründen keine Ausbildung möglich ist. Erfahrungsgemäß wird sich die Zahl der unversorgten Bewerber in den nächsten Monaten kontinuierlich verringern, da die Unternehmen seit Jahren immer später über eine eventuelle Einstellung Auszubildender entscheiden. Momentan kommt zwar auch noch die schwierige wirtschaftliche Lage einiger Betriebe hinzu, nichtsdestotrotz werden aber immer noch Auszubildende eingestellt, da guter Fachkräftenachwuchs nach wie vor gesucht wird. Leider vergessen die Ausbildungsuchenden oft, sich bei Ihrer Berufsberatung zu melden, wenn Sie eine Ausbildungsstelle oder eine andere Alternative gefunden haben. Auch hier bitte ich darum, eine kurze Nachricht an die Arbeitsagentur Frankfurt zu geben, damit die Berufsberatung noch planvoller arbeiten kann.“