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1. Oktober 2008 - Der Arbeitsmarkt im September 2008 in der Stadt Frankfurt am Main

Auch im September setzt sich der Abbau der Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt fort: Kurz vor Beginn der kalten Jahreszeit ist die Arbeitslosenquote bei noch milden Wetterbedingungen auf 8,1 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenzahlen der Stadt Frankfurt sind nach August auch im September weiter rückläufig. Mit insgesamt 27.344 Arbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat August eine Minderung von 1,4 Prozent (-389) eingetreten. Betrachtet man das Vorjahr, liegt die Zahl der Arbeitslosen um 14,1 Prozent unter dem Vergleichswert von September 2007.

Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Arbeitslosenquote der Stadt Frankfurt am Main mit aktuell 27.344 Arbeitslosmeldungen bei 8,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 9,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Minus von deutlich über einem Prozent oder, in absoluten Zahlen ausgedrückt, einem Minus von 4.473 Menschen. Untergliedert in Personengruppen ist gegenüber dem Vorjahr bei allen Gruppen ein Rückgang feststellbar. Das gilt auch für den Vergleich zum Vormonat. Den geringsten Abbau gab es sowohl im Jahres- als auch im Vormonatsvergleich bei der Gruppe der über 55-Jährigen. Den prägnantesten Rückgang an Arbeitslosen zeigt die Gruppe der unter 25-Jährigen. Im September 2008 waren knapp 22 Prozent weniger junge Erwachsene gemeldet, als noch vor einem Jahr.

In der Stadt Frankfurt wird der Kundenbereich Arbeitslosengeld (ALG) I (Sozialgesetzbuch III) von der Agentur für Arbeit Frankfurt und der Kundenbereich ALG II (Sozialgesetzbuch II) von der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main Jobcenter GmbH (ARGE RMJ) betreut. Mit mehr als 79 Prozent ist der größte Teil der erwerbsfähigen Arbeitslosen bei der ARGE RMJ gemeldet.

In der Stadt Frankfurt sind zurzeit 21.627 Arbeitslose nach dem SGB II gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Minus von 216 Personen. Im Vorjahr waren es noch 3.650 Personen oder 14,4 Prozent mehr als im September 2008.

Untergliedert in Personengruppen ist gegenüber dem Vorjahr auch im Bereich des SGB II bei allen Gruppen ein Abbau feststellbar. Mit Ausnahme der über 55-Jährigen gilt dies auch im Vergleich zum Vormonat August, wobei der Rückgang bei den unter 25 Jährigen um 0,1 Prozent seit August nur geringfügig ist. Im Vorjahresvergleich zeigt sich dagegen in eben dieser Gruppe die deutlichste Abnahme von Arbeitslosigkeit. Seit September 2007 hat die Zahl der unter 25 Jährigen um über 25 Prozent abgenommen.

Robert Standhaft, Geschäftsführer der ARGE RMJ: „Wir sind froh darüber, dass viele der bei RMJ gemeldeten junge Erwachsene schneller wieder in Arbeit gekommen sind. Allerdings ist es nach wie vor schwierig, Menschen mit sogenannten Vermittlungshemmnissen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das gilt für alle Personengruppen und besonders auch für die Gruppe der über 55-Jährigen. Gerade Menschen, die nur gering qualifiziert sind, möglicherweise auch noch gesundheitliche Probleme haben und vielleicht schon lange arbeitslos sind, finden sehr schlecht einen neuen Job. Hier müssen wir ansetzen. Eine Möglichkeit ist der Beschäftigungszuschuss. Arbeitgeber können ihn beantragen, wenn sie langzeitarbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige über 18 Jahren mit besonderen Vermittlungshemmnissen einstellen.

Über 40 Prozent der Arbeitslosen aus dem Bereich des SGB II haben keinen deutschen Pass. Auch Sprachprobleme können eine zusätzliche Hürde bei der Arbeitssuche sein. Der Anteil der unter 25-Jährigen im SGB II Bereich macht aktuell etwa 9,5 Prozent des Gesamtbestandes an Arbeitslosen aus. Bei den über 55-Jährigen sind es fast 11 Prozent. Unterteilt nach Geschlechtern ist der Anteil der Männer mit fast 55 Prozent größer als der an Frauen.

Volker Erhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt: „Noch ist nicht klar ob wir auf einen eher milden oder einen harter Winter zusteuern. Bislang stehen die Zeichen auf dem Arbeitsmarkt insgesamt gut, die sonst oftmals ausgeprägten saisonalen Schwankungen waren im laufenden Jahr bislang eher dezent. Bis auf kurzfristige Erhöhungen sind die Arbeitslosenzahlen ansonst kontinuierlich gesunken. Unsere Bemühungen sind darauf ausgerichtet, dass dies auch so bleibt, auch wenn sich das Tempo in der kalten Jahreszeit möglicherweise verlangsamt.“(PR)