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29. August 2008 - Aktuelle Arbeitsmarktzahlen für Frankfurt am Main

Ein hoffnungsvoller Start in den Herbst – der Frankfurter Arbeitsmarkt hat sich erwartungsgemäß gegenüber dem Vormonat erholt. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 8,2 Prozent

Nach einem geringen Anstieg im Vormonat sind die Arbeitslosenzahlen der Stadt Frankfurt im August erfreulicherweise wieder rückläufig. Mit insgesamt 27.733 Arbeitslosen ist eine Minderung von über zwei Prozent gegenüber dem Vormonat und fast 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingetreten.

Die Stadt Frankfurt am Main zählt im August 27.733 Arbeitslose. Dies entspricht einer Quote von 8,2 Prozent (Vorjahr 9,7 Prozent) bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Nach Personengruppen betrachtet, ist überall ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr und, bis auf die Gruppe der über 55-Jährigen, auch gegenüber dem Vormonat eingetreten. Erwartungsgemäß ist der Rückgang bei den unter 25-Jährigen mit 4,6 Prozent gegenüber dem Juli am größten ausgefallen. Hier konnten viele Bewerber nach Beendigung der Ausbildung wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden oder haben sich für andere Alternativen wie Wehr- oder Ersatzdienst oder ein Studium entschieden.

In der Stadt Frankfurt wird der Kundenbereich Arbeitslosengeld (ALG) I (Sozialgesetzbuch III) von der Agentur für Arbeit Frankfurt und der Kundenbereich ALG II (Sozialgesetzbuch II) von der Arbeitsgemeinschaft Rhein-Main Jobcenter GmbH (ARGE RMJ) betreut. Mit über 78 Prozent ist der größte Teil der erwerbsfähigen Arbeitslosen bei der ARGE RMJ gemeldet.

Zurzeit sind in der Stadt Frankfurt 21.843 Arbeitslose nach dem SGB II gemeldet. Das entspricht einem Minus gegenüber dem Vormonat von 363 Personen. Über 41 Prozent hiervon sind Ausländer (9.010), aber auch hier ist eine Rückgang von fast 180 Personen gegenüber dem Vormonat zu beobachten. Die Zahl der über 55-jährigen liegt mit einem leichten Plus von 13 Personen gegenüber der des Vormonats bei 2.361. Erfreulicherweise ist die Zahl der Jüngeren unter 25 Jahren auf nunmehr 2.072 Arbeitslose gesunken. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein erfreuliches Minus von 26,8 Prozent

Robert Standhaft, Geschäftsführer der ARGE RMJ: Der Anteil der Ausländer an den bei RMJ gemeldeten Arbeitslosen steigt kontinuierlich. Das bestätigt unsere Bemühungen, hier ganz besonders anzusetzen. Durch verschiedene Programme, wie etwa Deutschkurse und Hilfen für ausländische Jugendliche wollen wir hier erfolgreich gegensteuern“.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt ist ein positiver Trend für die Bewerber um Ausbildungsstellen zu beobachten: seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2007 haben sich im Stadtbezirk Frankfurt 2.420 Bewerber bei der Arbeitsagentur Frankfurt gemeldet. Dies sind über 30 Prozent weniger als im Vorjahr und teilen sich in 69 Prozent Deutsche und 31 Prozent Ausländer auf. Bei über 66 Prozent wird eine Ausbildung in einem Dienstleistungsberuf angestrebt. Zur Zeit sind noch 448 in der Stadt Frankfurt gemeldeten Ausbildungssuchende unversorgt, was einem Minus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die meisten der unversorgten Bewerber haben einen Hauptschulabschluss (45,5 Prozent) oder einen Realschulabschluss (41,1 Prozent). Bei gut 37 Prozent handelt es sich um Bewerber aus diesem Schulabgangsjahr, der Rest ist aus den Vorjahren.

Volker Erhard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt: „Der klare Rückgang der unversorgten Bewerber gegenüber dem Vorjahr macht deutlich, dass verschiedene Maßnahmen gegriffen haben. Zum Einen ist der Arbeitgeberservice jetzt auch für die Ausbildungsstellen verantwortlich und kann so noch passgenauer die gemeldeten Stellen mit geeigneten Bewerbern besetzen, zum Anderen wurden die Bewerber noch vernehmlicher als in den Vorjahren auf Alternativen zu ihrem Wunschberuf hingewiesen. So konnten noch zusätzlich etliche Bewerber untergebracht werden. Bei der Anfang September stattfindenden Ausbildungsplatzbörse hoffen wir, auch die restlichen Bewerber mit Ausbildungsplätzen oder Einstiegsqualifizierungen unterzubringen. Selbstverständlich kommt auch die Studienberatung nicht zu kurz.“(PR)